Weltreise 2017

Willkommen auf unserem Blog.
327 Tage Weltreise.

14 Länder und endlose Bilder, Geschichten und Eindrücke erwarten dich hier.

Viel Spaß beim Entdecken, Lesen und Träumen.

Gern hören wir auch von dir.

Gute Reise, travel mate!

 

 

 

 

 

4.10. – 21.10 Kolumbien; Popayan, Salento, La Casa de Loto, Medellin, San Gil

Wir stoppen in Popayan, der weißen Stadt. Ursache dafür war eine Krankheit an den Füßen, die durch einen Bestandteile von Kalk eingedämmt werden konnte und so wurde alles eingetüncht. Außerdem ist es eine Universitätsstadt und das Jerusalem Kolumbiens. In der Kirche wurde eine riesige Krone für die Mutter Gottes aufbewahrt und vor dem Beichtstuhl gibt es mindestens 15 wartende. Wir suchen länger nach einem Spot um das WM-Qualifikationsspiel von Kolumbien zusehen und werden dann auch fündig. Blöd, dass sie trotz Überlegenheit 2:1 verlieren.
Weiter gehts nach Salento, einem kleinen Dorf im Café -Dreieck. Super nett und besonders, da hier mitten in den Bergen 60m hohe Palmen 🌴 stehen. Wir genießen die Natur und gutes Essen.
Leider geben die Zähne noch immer keine Ruhe. Die Nerven sind ziemlich blank und das Latein am Ende….

Wir brauchen wieder mal eine längere Pause und so suchen wir nach einem Yoga-Retreat. Die Preise sind wesentlich höher als in Asien und so ist die Auswahl beschränkt. Wir entscheiden uns für „la Casa de Loto“ in der Nähe von Medellin. Nachdem wir noch einmal 10 Stunden Bus fahren, um von Salento, über Medellin nach La Ceja zu kommen, sind wir bereit für nichts tun. Auf dem Weg fallen uns die absolut ordentlichen Vorgärten und die vielen hübschen Straßengeschäfte auf. Anscheinend wird die Gegend hier entwickelt für die Wochenendurlauber aus Medellin.
Wir wohnen in einem kleinen Haus mit 4 anderen Yoga-Willigen. Thor aus Island, Anki aus der Schweiz und zwei Kolumbianerinnen. Die Belegschaft wechselt, aber das Programm bleibt gleich. Um 8 gibts Frühstück von Gloria, unserer leicht verrückten Köchin. Danach von 9-11 Yoga in der neuen Yogahalle, wobei hier die südamerikanische Arbeitskultur zum Vorschein kommt. Für das kleine Haus haben sie 3 Monate gebraucht und nun regnet es rein.
Am Nachmittag ist Freizeit, die wir erst zu schätzen lernen müssen. Aber das geht flott und so haben wir Zeit zum lesen, malen, Videos und Gespräche. Ich finde online Unikurse und lerne Dinge über Unterricht an der Uni und Quantenmechanik. Die Tage vergehen, wobei wir viele Vögel, aber auch Käfer und sogar einen kolumbianischen Igel sehen. Abends wird es ziemlich frisch, aber der Regen der ersten Tage verschwindet glücklicherweise. Die beiden Hunde tragen zum Wohlbefinden bei und so entspannen wir.

Natürlich müssen wir uns auch Medellin anschauen und so verabschieden wir uns nach einer Woche Ruhe in die Großstadt. An der Rezeption des Hotels bestellt jemand neben uns ein Taxi zum Stadion… haben wir also doch noch Glück für ein Fußballspiel in Südamerika?
Ja, haben wir! 🎟⚽ unser Taxifahrer ist super nett und zwei Kanadier helfen uns noch beim Ticketkauf. Für ca 16€ sitzen wir im Mittelklasseblock mit beste Sicht aufs Spielfeld und auf die Nordtribüne, wo die echten Fans sitzen. Die springen, singen und tanzen fleißig, unterstützt von einer Band aus Bläsern und Trommlern. Tolle Stimmung! Es gibt alkoholfreies Bier 🍺 und Snacks jeglicher Art. Nach einem gehaltenen Elfmeter gibts das erste Tor für DIM – die Heimmannschaft. Es wird ausgelassen. Allerdings reicht das Glück und die Kraft nicht bis zum Schluss und so verlieren sie 2:1. Obwohl ich der einzige im Stadion mit grünem T-shirt bin – was angeblich der gegnerischen Mannschaft zuzuordnen ist – haben wir einen tollen Abend. Militärpräsenz sorgt für Ruhe.
Wir tuen uns etwas schwer, wieder in den normalen Trott mit Entscheidungen zu kommen und Giften uns häufig an. Das legt sich wieder, denn Spaß macht das keinen.

Medellin ist eine fortschrittliche, bunte und lebensfrohe Stadt. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist dramatisch. Von der einst gefährlichsten Stadt der Welt, hin zu einem Touristenziel und einer lebenswerten Metropole. Die einzigste SBahn in Kolumbien verbindet die Stadt und mit einer angeschlossenen Seilbahn auch die Klassen. In El Poblado, steppt der Bär und die Auswahl fällt schwer, welches Restaurant das beste sei. Wir schlafen im größten Hostel Südamerikas und erkunden die Stadt mit einer Free walking Tour, eine der besten bisher. Hernán bringt uns seine Stadt näher und wir sind erstaunt von der vielfältigen Geschichte und der Transformation. Mit gezielter Stadtentwicklung gelang es verrufene Plätze neu zu konotieren und wieder ziviles Leben einzuhauchen.
Die Sicht auf die Kirche ist ebenfalls erwähnenswert, denn durch sie ist es möglich jeder Schweinerei zu begehen und nachfolgend seine Hände wieder rein zu waschen. So finden sich neben den großen Kirchen a, der Straßenstrich, b, die Abteilung für porn und c, die Transgenderszene.
Insgesamt wird hier viel Wert auf Äußeres gelegt. Viele Frauen werden zum T-Rex auf ihren Stöckelschuhen und es gibt viel Werbung für Korsetts, die den Körper formen. Doch das Highlight hier ist definitiv die SchönheitsOP für einen größeren Po.
Sehr hilfreich ist die Tatsache, dass man Wasser aus der Leitung trinken kann. Drogen gibt es eigentlich an jeder Ecke, aber da hier 20g weed als Eigenbedarf gelten, verständlich. Dennoch ist es verrufen auf Grund der gewaltsamen Geschichte und von Pablo möchte hier eigentlich auch keiner mehr sprechen. Das kolumbianische Gedächtnis ist selektiv. So wird das 1:1 gegen Deutschland bei der WM 1990 für immer im kollektiven Gedächtnis bleiben, die verrückten Geschichten aus dem Guerilla Kampf eher weniger.
Glücklicherweise gibt es Friedensgespräche, wobei diese sich einmal mehr nur Richtung links richten und die Paramilitärs, eher untergeordnet behandelt werden. Anscheinend ist nicht nur in Sachsen das rechte Auge des Staates etwas träge.

Als Tagesausflug geht es nach Guatape, wo ein Riesen Monolith über eine Seelandschaft ragt. Nach ca 700 Stufen sind wir oben und genießen die Aussicht. Mui buen! Im Ort hat jeder an seiner Hauswand kleine Reliefs, wo die Kunst des Hauses dargestellt wird. Besonders der bockige Esel gefällt mir. Wieder einmal landen wir eine Punktlandung indem wir einfach in den Bus einsteigen und los fahren. Wir fahren noch mit der Gondel, besuchen das Museum, wo es viele Exponate von Botero gibt und schlendern durch die Stadt. Mein iPad wird auch wieder repariert….was ein Hussel.

In einem Nachtbus fahren wir aus der Stadt, wobei die Nachbarschaften auf den Hügeln aussehen, wie Sternenteppiche. Das Ziel ist San Gil. Die Landschaft am nächsten Morgen ist großartig, noch ahnen wir nicht, dass dieser Canyon morgen unser Spielplatz sein sind. Wir melden uns nämlich für Paragliding an und fliegen für 25min auf 2000m über diesen großen Riss in der Landschaft. Für Franzi ist es anspruchsvoll, denn wem schon beim Bus fahren schlecht wird, der hat definitiv Probleme beim paragliden. Aber sie schlägt sich tapfer und es gefällt uns beiden gut.


3.10. Kolumbien; Pasto

Der Norden Ecuadors und der Süden Kolumbiens sind wunderschön. Es ist hügelig, alles grün, die Felder sind von Hecken und Bäumen eingesäumt und es gibt Kuh 🐄Kindergärten. Das wäre sicherlich ein Paradies zum Rad fahren 🚵. Der Grenzübertritt ist entspannt, obwohl ich kurz schlucke, als die Grenzbeamtin mich fragt, ob ich noch einen anderen Reisepass habe? Aber das ist keine Hürde und schwups sind wir in Land Nr. 10….

KOLUMBIEN 🇨🇴

Gekrönt wird die Ankunft beim Mittag, als Franzi endlich wieder auf beiden Seiten kauen kann! Ich flipp aus! 😜💃🏾💃
In Ipiales lassen wir unsere Rucksäcke am Busbahnhof, essen ein gutes Mittag und fahren zur berühmten Kirche Los Lajas. Diese ist sehr beeindruckend und hübsch und endlich treffen wir den Papst,… na zumindest sein Standbild. Weiter gehts gen Pasto. Dort stellen wir fest, das Oktober der regenreichste Monat des Jahres ist….Bingo! Der westliche Einfluss ist hier definitiv größer als in Ecuador. Die Busse bequemer, auch wenn der erste Fahrer seine Fähigkeiten im überholen etwas stark präsentiert und die Leute fast noch freundlicher, obwohl ihr Spanisch für mich kaum verständlich ist. Dafür fehlen die Verkäufer und Prediger in den Bussen. Aber es gibt auch deutlich ich mehr Militärpräsenz auf den Straßen. Von einem Kolumbianer im Hostel werden wir gefragt, ob wir reisen?, denn wir sähen so gepflegt aus! 😂👨🏻👱🏼‍♀️
Der Regen knickt die Stimmung und so warten wir gespannt auf die nächsten Tage!


27.9-2.10 Ecuador; Quito, Otavalo, Ibarra

In der Altstadt gibt es einiges zu entdecken. Wir besuchen den Präsidentenpalast, wo wir tolle Geschenke bewundern und Franzi das Winken auf dem Balkon übt. Dort lernen wir, dass der Amazonas so heißt, da damals 1532 200 Spanier mit 3000 Indianern von Quito den Zugang zum Atlantik gesucht haben und auf dem Weg kriegerische Frauen trafen, die sie an die Amazonen erinnern – da liegt der Name nah.
Wir schlemmen super leckeres VeggiMittag mit Vorspeise, Salatteller, Hauptspeise, Nachtisch und was zutrinken für ganze 2,75$. Außerdem lassen wir uns in einem Chokocafe nieder, wo es Göttlichkeiten und guten Café gibt. Wir planen für Kolumbien und darüber hinaus. Ich finde so langsam immer ein passendes Flugangebot. 🛫🚀
Die Wurzelbehandlung verläuft gut, ich bin erstaunt wie lang die Bohrer sind und wie weit der Nerv in den Kiefer ragt. Ich denke am Ende der Reise fehlt mir nicht mehr viel für meinen Zahnarztabschluss 😜
Gurki schlägt sich wacker.
Dann ziehen wir um, in den hippen Teil der Stadt und man denkt wirklich, man wäre woanders. Mein iPad hat ein Displayproblem und so laufen wir los und suchen jemanden der es reparieren kann. Long story short, die Verbindung zwischen motherboard und screen ist am Ende dahin und somit nur mit einer russischen Lösung wieder herstellbar. Sie meinen, das lag am herunterfallen, ich denke sie haben’s verkackt. Im Endeffekt wechsle ich das Geschäft, wo ich wesentlich besser beraten werde, die aber auch nichts tun können…Glück im Unglück, sie haben noch ein neues iPad und ich mach ein Schnapper. Manchmal läufst.
Am Freitag gibts die Füllung, Rosen 🌹 für unsere Retter (da Ecuador einer der größten Rosenexportöre ist, kosten 24 Rosen 3$!) und dann fahren wir mit dem öffentlichen Bus zum Mittelpunkt der Welt = Äquator. Die Fahrt kostet uns 80 Cent …wesentlich besser als 10$ pp. Trotz aller Ankündigung ist es ziemlich leer am Monument und so können wir entspannt herumschlendern – von Nordhalbkugel auf die Südhalbkugel und zurück. Verrückterweise sitzen wir auf dem Weg zurück in den gleichen Bus wie hin. Neben mir steht eine junge frau, die mir bis zur Schulter geht und ich denke : sie ist klein. Am nächsten halt steigt eine Oma ein, die sich an meiner Hüfte festhält…..weil dort ihre Schulter ist!!!
Übers Wochenende machen wir einen Ausflug! 🚌🚞 die großen Rucksäcke bleiben und wir fahren nach Otavalo, wo es den größten Markt Südamerikas geben soll. Als wir aussteigen und uns in der neuen Markthalle befinden, bin ich etwas perplex. So sah das vor 8 Jahren nicht aus. 😮 aber schnell stellen wir fest, das es in der Stadt erst richtig los geht und das hier nur der alltägliche , wenn auch neue Markt ist. Ein Saft zur Stärkung und dann rein ins Gewusel. Es gibt alles; Essen, decken, Bilder, Ponchos, bemaltes,…
Wir kaufen eine tolle Decke und schlendern unaufhaltsam. Dabei treffen wir Chris und Miriam aus Australien 🇦🇺 mit denen wir einen netten Abend verbringen und sogar noch bei einem Elektro-Café (mit dem passenden Namen: Café des Großvaters) ein Bier trinken.
Der Sonntagsausflug geht nach Ibarra, wo wir zwei Tickets für den restaurieren Zug gebucht haben. So verbringen wir den Tag mit der Fahrt nach Salinas, einem verschlafenen Dorf mit dunkelhäutigen Bewohnern, welches durch seine salzhaltige Erde und der folgenden Produktion bekannt wurde. Heute passiert eigentlich nichts, außer wenn der Zug kommt.
Am Busbahnhof staunen wir über die ewig lange Schlange am Schalter nach Quito….das gabs noch nie. Nach kurzem Fragen sitzen wir in einem luxuriösen doppelstöckigen Bus, wer weiß warum den keiner wollte. Bei der Taxifahrt zurück werden wir etwas übers Ohr gehauen, aber im Rahmen. 😁
Den letzten Tag in Quito verbringen wir bei der Mani-&pediküre für Franziska und mit meinem iPad-Problemen. Nochmal lecker essen gehen und eine letzte Visite bei Joel (unserem Zahnarzt) und dann brechen wir auf nach Kolumbien!


18.-26.9. Ecuador; Banos, Tena, Quito

Die Stadt hält was sie verspricht. Wir beziehen unser nettes Kaminzimmer und gönnen uns einige Abenteuer. Zu erst leihen wir uns Fahrräder aus und rollen entspannte 30km den Berg hinab, wobei wir auf dem Weg an 7-8 Wasserfällen vorbei kommen. Überall springt hier das nass aus dem Grün. Wahrscheinlich ist das hier die einzigste Straße in Ecuador, wo auf Radfahrer hingewiesen wird. Spontan entschließen wir uns eine Canopy runde zu machen … im Endeffekt rutscht man kopfüber an einem Stahlseil entlang direkt auf einen Wasserfall zu!
Am Ende können wir noch hinter einem großen Wasserfall entlang laufen und runden das ganze mit Forelle zum Mittag ab. Am nächsten tag wirds noch sportlicher…wir Seilen uns fünf Wasserfälle hinunter – canyoning. Leider hat franzi nicht so Lust sich von einer 90 m hohen Brücke zu stürzen, also gehen wir lieber in die heißen Quellen. Das Wasser ist kurz vorm Sieden und die Anlage hatte ihre besten Zeiten in, naja vllt den 50igern! Aber Hauptsache alle haben Badekappen auf 🏊‍♀️🏊
An dem Abend sind wir etwas genervt von unserem reisen. Zu viele Entscheidungen – essen, schlafen, was tun? – keine Routine, wo man einfach weiß wo alles ist und sich nicht andauernd einen Kopf machen muss. Gut das wir drüber reden und dann wird das ganze mit einem Cuba libre runter gespült….wir machen ja immerhin eine Welt 🗺 Reise!
Nachdem wir zum Casa del Arbol mit seinen langen Schaukeln vor toller Szenerie gelaufen sind, fahren wir Richtung Dschungel.
In Tena überblicken wir schön die gemütliche Stadt. Wenige Touristen, ein leckeres Veggirestaurant und an jeder Ecke ein Bäcker … was will man mehr? Ach stimmt ein Eisladen, der um die Ecke gut15 verschiedene selbstgemachte Sorten anbietet!
Am ersten Tag warten wir den Regen ab und fahren dann mit zwei Voluntären zum ˋGrand canyonˋ. Eine Klamm mitten im Dschungel. Erst schwimmen wir zu einem Wasserfall und springen kurz darauf 8m in eine riesige Lagune. Wundervoll!
Nur all der Plastikmüll nervt mich tierisch. Bitte nehmt bei eurer nächsten Reise ein paar Kleinigkeiten mit, um dem ganzen dreck entgegen zu wirken. Ein Einkaufsbeutel, eine Trinkflasche (überall kann man diese auffüllen oder gleich ein Wasserfilter eingepackt), einen Löffel und vllt eine kleine Tasse. Das spart einiges an Einwegplastik!

In Misahulli lernen wir wie man Schokolade macht und sind dann gespannt auf die Wahlergebnisse! Einige Ideen bekommt man ja schon bzgl der Veränderung unserer Demokratie wenn man unterwegs ist. Eine Begrenzung der Wiederwahl gibt’s fast überall. Warum ist der Wahlsonntag nicht ein Feiertag, wo wir unsere Demokratie feiern?

Zurück im Bus geht’s nach Quito. Der Busbegleiter ist ein Assi. Fast wären unsere Rucksäcke weiter gefahren und als wir dann am Fahrbahnrand stehen, meint die frau an der Bushaltestelle sehr aufgeregt: es sei hier gefährlich! Nagut, dank ihrer netten Vermittlung sitzen wir kurz darauf in einem Taxi zum Hotel! Alles gut gegangen,..naja bis auf Gurkis Zähne, die mal wieder doll schmerzen. Kurz entschlossen fahren wir zu einem Zahnarzt. Dort werden wir super nett aufgenommen und Joel, ein Venezuelaner übersetzt liebevoll. Wir haben schon einige Leute getroffen, die ihre Koffer gepackt haben und sich aus Venezuela verabschiedet haben….ohne Petrodollar läuft der Sozialismus nicht mehr.
Im Endeffekt muss nun doch die Wurzel behandelt werden und so verbringen wir die nächsten Tage in Quito. Glücklicherweise schlägt die Behandlung schnell an und der Gedanke nach Hause zu fliegen ist wieder vom Tisch!
Quito gefällt uns ganz gut in der Altstadt. Dank free walking Tour haben wir wieder einige gute Tipps bekommen und werden uns die Zeit hier gut vertreiben können.


15.-18.9.17 Ecuador; Cuenca

Um 8:30 treten wir unsere Reise nach Cuenca an. Zuerst geht es mit dem Collectivo nach Tumbes. Collectivos erkennt man daran, dass jemand aus der Bustür hängt und den Namen der Destination brüllt, dazu ist es Rappel voll und Gepäck liegt auf dem Dach. Umsteigen in den Bus zur Grenze, da läuft alles entspannt….mit einem deutschen Reisepass ist das Travellerleben schon tiefenentspannt. Im nächsten Ort wieder raus, warten, ein Typ kommt, wir sollen folgen,…Nagut, vertrauen! Nach 2 h geht’s weiter. Wir rechnen mal unsere Geldvorräte durch und sitzen 4,5 h auf schnörkeligen Straßen im Bus. Dort gibt’s zwei Säugling , zwei Hunde und alles von 3-80. die Landschaft ist fantastisch. Berge, grüne Wiesen, Kühe 🐮 und ein toller Sonnenuntergang. Natürlich dürfen die SchwachsinnFilme und die Verkäufer bei den Zwischenstops nicht fehlen….soll ja keinem Langweilig werden, nicht!
Wir checken in unser tolles Hotel ein. Eine richtige Bettdecke! Eine riesige, heiße Dusche! Herrlich.
Cuenca macht einen guten ersten Eindruck und beim Abendbrot treffen wir den netten Besitzer, der sich gen New York und für Cuenca entschieden hat. Es gibt viele Bars, Cafés und Restaurants. Der erste Tag gilt dem Sightseeing. Eine alte InkaRuine und das ethnologische Museum sind auf der Liste, wie der lokale Markt ( Eggi packt die spanischen Verhandlungsskills aus) und das PanamaHut Museum, denn ursprünglich kommt der Panamahut aus Cuenca!
Mit Früchten bepackt noch kurz über den Blumenmarkt und auf zum Mittagschlaf! Pünktlich um 6 geht’s los auf der Suche nach einem Café und wir werden fündig mit SUPER geilem Cheesecake und weißem Schokoladentörtchen.
Tag Nummer Zwei gilt mal wieder dem Wandern. Wir wollen keine 25$p.p. Ausgeben und tingeln so zum Busbahnhof und fragen uns zum richtigen Gefährt durch. Das bringt uns flott 1300m höher in den Cajas Nationalpark, wo wir um Seen laufen, uns beregnen lassen und die hübsche Flora auf knapp 4000m genießen. Glücklicherweise haben wir beide keine Höhenprobleme.
Kalt und Naß kommen wir zurück und nutzen die Vorzüge des Stadtlebens….heiße Dusche, Bett zum Mittagschlaf und eine leckere Ananas 🍍abends gibt’s indisch und die verdienten 10h schlaf 😴
Endlich wieder Bus fahren. Nachdem wir erst den Toaster im Hotel bezahlen sollen, nachdem der leichte Verformungen durch „unsere“ Brötchen erhalten hat und wir auf dem Markt den Gringopreis für eine Avocado bezahlen geht’s gen Banos. Das Abenteuerstädtchen in Ecuador. Will see!


8.-14.9.17 Peru; Cusco, Lima und Mancora

Mit einem entspannten Flug geht’s nach Cusco, das Zentrum der Inka Kultur. Ich mache mir ein bisschen sorgen wegen der Höhe. Mit 3700m über den Meeresspiegel ist das wirklich ziemlich hoch. Mit einem netten Taxifahrer geht es in die Altstadt. Dort finden wir uns in einem kleinen Hotel wieder, das nicht so überzeugt. Naja. Nach einer kurzen Erkundung gehen wir im, uns empfohlenen, veganen Restaurant Greenpoint essen. Wir schlemmen. 🥘🍍🥗
Die Nacht ist leider sehr kurz und ziemlich anstrengend ( nachts scheint es noch weniger Sauerstoff zu geben 😄). Mir geht es ok, aber Julius scheint die Höhe nicht so gut zu vertragen.
Die nächsten zwei Tage verbringen wir damit die Stadt zu erkunden und unsere Körper an die Höhe zu gewöhnen. Eine free walking Tour ist wie immer super informativ, ein christlicher Umzug farbenfroh, laut und gutbesucht und die Altstadt geschichtsträchtig. Wir kosten uns durchs Schoko Museum, schlendern über den lokalen Markt und erkunden Restaurants und Leute.
Leider wird die Höhenkrankheit bei Julius nicht besser, trotz Coca Tee, Bonbons und dem Zauberwasser Aguas Florales. Bei der Besprechung zum Trek meint unser Guide, das es auch normal ist, wenn man Durchfall hat, da der Körper nicht genug Sauerstoff zum verdauen hat. Julius Körper denkt sich : Top, mal was neues und beginnt prompt beim einschlafen. So entscheiden wir uns nachts gegen 3:50 Uhr unsere Wanderung zum Machu pichu ab zu sagen und buchen stattdessen einen Flug und Hotel in Lima. Ich mache mir wirklich sehr große Sorgen und will Julius so schnell wie möglich auf flacherem Boden sehen. Gesagt getan.
Der Flug zurück ist nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut und das Hotel in Lima super. Vor allem super sauber. Das haben wir gebraucht.
Nach einer langen Nacht, Julius geht es mittlerweile wieder gut, machen wir uns mit dem Bus auf nach Mancora, in den Norden das Landes. Ich brauch mal wieder Sonne. Zack Zack. 20h im Bus und schon sind wir in einer anderen Welt. Die Busfahrt ist gut, wir haben viel Platz, schlafen, zumindest bis unsere Nachbarin anfängt zu singen bzw. Die Straße so schlecht ist, dass wir uns an die Zugfahrt nach Bagan erinnert fühlen.
Das Hotel ist super, mit Palme im Garten und direkt am Strand. Es ist warm. Endlich. Hier verbringen wir drei wundervolle Tage. Ruhen uns aus und sammeln Kräfte, mit lesen, schlafen, planen und schlendern. An Tag drei machen wir uns auf zum Whalewatchen. Mancora scheint ein perfekter Spot zu sein: Wale, Delphine, Schildkröten und Seelöwen sehen wir hier. Es ist einfach toll. Angeblich springen die Riesen Tiere hier auch aus dem Wasser, aber das sehen wir leider nicht! Dennoch sind wir super nah dran und können erahnen welche Größe da noch unter Wasser ist. Am Ende gibt’s noch eine Führung durch das Museum. Ein wirklich sehr toller Ausflug.
So gut erholt entscheiden wir uns Peru hinter uns zu lassen und unser Reiseglück in Ecuador zu versuchen. Mit einem entspannten Flug geht’s nach Cusco, das Zentrum der Inka Kultur. Ich mache mir ein bisschen sorgen wegen der Höhe. Mit 3700m über den Meeresspiegel ist das wirklich ziemlich hoch. Mit einem netten Taxifahrer geht es in die Altstadt. Dort finden wir uns in einem kleinen Hotel wieder, das nicht so überzeugt. Naja. Nach einer kurzen Erkundung gehen wir im, uns empfohlenen, veganen Restaurant Greenpoint essen. Wir schlemmen. 🥘🍍🥗
Die Nacht ist leider sehr kurz und ziemlich anstrengend ( nachts scheint es noch weniger Sauerstoff zu geben 😄). Mir geht es ok, aber Julius scheint die Höhe nicht so gut zu vertragen.
Die nächsten zwei Tage verbringen wir damit die Stadt zu erkunden und unsere Körper an die Höhe zu gewöhnen. Eine free walking Tour ist wie immer super informativ, ein christlicher Umzug farbenfroh, laut und gutbesucht und die Altstadt geschichtsträchtig. Wir kosten uns durchs Schoko Museum, schlendern über den lokalen Markt und erkunden Restaurants und Leute.
Leider wird die Höhenkrankheit bei Julius nicht besser, trotz Coca Tee, Bonbons und dem Zauberwasser Aguas Florales. Bei der Besprechung zum Trek meint unser Guide, das es auch normal ist, wenn man Durchfall hat, da der Körper nicht genug Sauerstoff zum verdauen hat. Julius Körper denkt sich : Top, mal was neues und beginnt prompt beim einschlafen. So entscheiden wir uns nachts gegen 3:50 Uhr unsere Wanderung zum Machu pichu ab zu sagen und buchen stattdessen einen Flug und Hotel in Lima. Ich mache mir wirklich sehr große Sorgen und will Julius so schnell wie möglich auf flacherem Boden sehen. Gesagt getan.
Der Flug zurück ist nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut und das Hotel in Lima super. Vor allem super sauber. Das haben wir gebraucht.
Nach einer langen Nacht, Julius geht es mittlerweile wieder gut, machen wir uns mit dem Bus auf nach Mancora, in den Norden das Landes. Ich brauch mal wieder Sonne. Zack Zack. 20h im Bus und schon sind wir in einer anderen Welt. Die Busfahrt ist gut, wir haben viel Platz, schlafen, zumindest bis unsere Nachbarin anfängt zu singen bzw. Die Straße so schlecht ist, dass wir uns an die Zugfahrt nach Bagan erinnert fühlen.
Das Hotel ist super, mit Palme im Garten und direkt am Strand. Es ist warm. Endlich. Hier verbringen wir drei wundervolle Tage. Ruhen uns aus und sammeln Kräfte, mit lesen, schlafen, planen und schlendern. An Tag drei machen wir uns auf zum Whalewatchen. Mancora scheint ein perfekter Spot zu sein: Wale, Delphine, Schildkröten und Seelöwen sehen wir hier. Es ist einfach toll. Angeblich springen die Riesen Tiere hier auch aus dem Wasser, aber das sehen wir leider nicht! Dennoch sind wir super nah dran und können erahnen welche Größe da noch unter Wasser ist. Am Ende gibt’s noch eine Führung durch das Museum. Ein wirklich sehr toller Ausflug.
So gut erholt entscheiden wir uns Peru hinter uns zu lassen und unser Reiseglück in Ecuador zu versuchen.


29.8.–7.9.17 Peru, Lima und Punta Hermosa

Die ersten Tage in Miraflores verbringen wir mit schlafen und futtern …. Essen passt schonmal. Dann werden wir pünktlich mit einer in die Jahre gekommenen Kiste von unseren Surfhosts abgeholt. In Punta Hermosa beziehen wir unser Zimmer und sitzen gleich beim Mittag. Die Brüder hier sind nicht sehr gesprächig und die Bude könnte mal ein home-makeover verdienen…aber erstmal schauen. Leider ist es hier immer bewölkt im Winter und somit passiert wenig in diesem Wochenend-Dorf. Am nächsten morgen dribbelt Guillermo – Tarzan auf. Der Bengel ist super drauf, hat ein großes Herz und immer ein Auge auf die Frauen. Da kann ja nichts schief gehen und surfen werden wir auch schon lernen 😄 das Wasser ist gut kalt und die ersten Wellen sehe wir beide eher von unten, als vom Brett aus.
Die nächsten Tage sind gleich. Ausschlafen, Frühstück, surfen, Mittag, Mittagsschlaf und dann den Abend verbringen. Leider ist die Kombination aus Wellen und Franzis Magen keine Liebesbeziehung und so bin ich ab Tag zwei allein. Aber es wird stetig besser. Glücklicherweise treffen noch drei weitere Backpacker ein und so wirds recht witzig. So langsam mach ich mir ein Kopf über ein Job. Dementsprechend sind solche spaßigen Aufgaben, wie sich in Netzwerken anmelden und Bewerbungen schreiben zu erledigen….wenigstens gibt’s nichts besseres zu tun.
Am letzten Abend fahren wir ins Nachbardorf, schauen uns den Fischmarkt and und fahren mit einem Boot um die Insel, welche Tausende Pelikane, Seelöwen, Pinguine und andere Vögel beherbergt. Super toll! Danach widmen wir uns dem Nationalgetränk: Pisco Sour.
Das Zeug ist super süffig und der Abend grandios, allerdings zieht das Zeug einem dezent die Beine weg! Somit war unser Arbeitstag eher ein längerer Spaziergang mit einer Katze 😂🍹
Zurück in Lima erkunden wir das Zentrum und Barranco, was eher das bohemianzentrum ist und uns super gut gefällt.
Nun geht’s von der Küste in die Anden. Kälter und höher…wir sind gespannt! 🏔🏞🌄


15.8.-29.8. NV, UT, AR, CA

Wir kommen nachts an, …in der Stadt die niemals schläft. Oder so! Das bringt den Vorteil dass alles erleuchtet ist und Las Vegas sich in auffälligen Farben präsentiert. Die nächsten Tage starten wir mit schwimmen im Pool, mitten in der Wüste. Wie verrückt.
Wir schauen uns die gigantischen Malls an, die venezianisch oder römisch dekoriert sind. Die Hitze ist krass. Knackige 40 grad und wir springen von AC zu AC. Natürlich dürfen die Attraktionen nicht fehlen, Springbrunnen vorm Bellagio, Caesars Palace, das Vegas Zeichen und der Turm des Stratosphere.
Nach 14 Tagen sind sie auch schon wieder weg. Meine Eltern und wir hatten eine tolle Zeit und haben sehr sehr viel gesehen. Wir bringen die beiden zum Flughafen und bei mir fliesen die Tränen. Dieses ewige Abschied nehmen ist doof.
Aber weiter geht die Reise mit unseren neuen Mietauto, ein kleiner Flitzer -aber ein Raumwunder und spritmäßig fantastisch. Wir fahren in die Naturionalparks die nördlich von Las Vegas liegen. Erst geht’s in den Zion Nationalpark. Viel Canyon und viele Wasserschluchten, durch die wir wandern. Dort geht’s morgens um 4:30 Uhr, nach einer windig warmen Nacht, los und Zack mal eben 1000m auf einen Berg geklettert. Schmaler Grad aber erfolgreich gemeistert – heißt ja nicht umsonst Angels landing! Danach geht’s zum Bryce Nationalpark. Hier sind es vor allem riesige freistehende Säulen, die in weis bis rot strahlen. Und wieder heißt es wandern.
Auf dem Weg zur California coast verbringen wir die Nacht in der Wüste, Lake Mead. Die tausenden Sterne sind atemberaubend klar und wir völlig allein in dieser wundervollen Landschaft.
Nach vielen Stunden im Auto kommen wir oberhalb von Los Angeles an und lernen auf einem Campingplatz ein deutsches Pärchen kennen. Die darauffolgenden Tage checken wir Ojai, Ventura und Santa Barbara ab. Ojai ist ein nettes Dorf, wo es den größten Bauchladen unter freiem Himmel gibt und außerdem die erste Stadt, wo es keine Wolken gibt und wir die Sonnenfinsternis sehen können! Woohoo!
Leider muss ich zum Zahnarzt und es wird ein riesiger Eingriff gemacht. Voll doof ( Der Zahnarzt ist allerdings super und macht einen guten Job, sehr zur Freude von J kann er bei allem dabei sein! ).
Die Küste ist wirklich cool. Wir schlendern durch die Orte, schauen uns das Wasser an und tauchen in den sonnigen Vibe ein. Zum Abschluss erobern wir noch Los Angeles, schauen uns Hollywood, den Walk of Fame und Muscle Beach an, den Pier und die Autobahn, auf der wir 4h im Stau stehen. Die volle Los Angeles experience.
Den Abschluss bilden 2 Nächte in Las Vegas bei Carly, die wir im Kambodscha beim Yoga Retreat kennengelernt haben. Ihre Familie wohnt in einem riesigen Haus mit Pool 🍹, Tennisplatz und Gästehaus, in dem wir uns breit machen können. Danke für die entspannte Zeit zum Abschluss unseres Nordamerika Abenteuers. 🥞🍔🍳🌮🌯🥗🍦🍩🍪🍿

Es wurde Zeit für was neues. Amerika besticht durch seine wundervolle Natur, dafür fehlt es den Städten an Charme und Wohlfühl character. Man kann locker 3-4 Monate nur die westliche Hälfte erkunden und dann fehlt noch die komplette Ostküste. Einfach riesig. Wir haben viele nette Leute kennen gelernt und einige Weisheiten aufgeschnappt!
– fragen, immer nett und höflich, aber keiner wirds dir vor die Tür legen = Perfect angewandt bei unseren Auto Upgrades 😉
– Manche Leute leben durch dich und deine Geschichten, da kann man ruhigen Gewissens Ihre Gastfreund annehmen!
Die letzten Tage waren recht planlos, was etwas stressig ist, wenn man nicht weiß wo man schläft oder was man eigentlich machen will. Dazu die Zahnschmerzen, die noch nicht ganz weg sind. Dennoch haben wir wieder nette Plätze durch reinen Zufall gefunden.🏜

Nächster Stopp Peru. Nach einem aufregenden Flug 🚀 über Atlanta nach Lima, auf dem wir rennen, schwitzen und bangen mussten, dass wir überhaupt ankommen, sind wir nun im winterlichen Lima gelandet. Damit befinde ich mich erstmals in meinem Leben auf der Südhalbkugel. #knaller. 🍾

California

Bryce NP und Lake Mead

Vegas und Zion national park


27.7.-14.8. WA,OR,CA

In den Redwoods kriegen wir fast Überschläge, so hoch sind die Bäume hier. Der Stamm im Ranger Office hat 625 angefangen mit wachsen. Unvorstellbar!
Wir haben damit begonnen nur noch drei Gerichte beim Essen zu bestellen und zu teilen, da es sonst einfach zu viel ist in den guten amerikanischen Dinern. Aber lecker ist es dennoch! Thomas erfreut sich am freien Cafénachfüllen.
Die nächste Etappe führt nach San Francisco, wo wir drei Nächte in einer tollen airbnb verbringen und uns die Stadt anschauen. Am ersten Tag mit Uber, Bahn und Fähre zur Waterfront (Pier39) und am nächsten Tag mit dem Auto zur GoldenGateBridge, den Bisons im Park und zur „Lohre“. Mit der Straßenbahn die steilen Straßen hoch und runter zu schweben ist schon toll. Bei uns werden die Highlights nur so abgehackt. 😄
Weiter geht’s gen Osten, in den trockenen Teil von California und zum Yosemite NP! Jepa, was für riesige Granitwände. Endlich sind wir da, wovon ich soviel gehört habe. Es ist noch beeindruckender als in all den Videos von den Kletterern. Aber es ist auch die top Touristenattraktion. Im Tal gibt es alles, von dicken Hotels, Pools, fertigen Zelten und natürlich camp4. Schade, dass es schon so stark erschlossen ist. Dennoch großartig!
Als kleinen Zwischenstopp nach Vegas steuern wir die Sequoias an. Hier sind die Bäume nicht nur hoch, sondern auch fett! Vor uns stehen 2200 Jahre alte Riesen. Unvorstellbar.
Leider werden die Entfernungen nicht weniger und so Düsen wir noch mal flott 650 km durch die Wüste 🌵

Es ist immer fantastisch, wenn man Freunde trifft. Wir haben uns fürs Wochenende mit Ben und Claren verabredet. Beide kenn ich aus meiner Schulzeit in Wisconsin. Der Startschuß ist eine YogaKlasse in Ellensburg, wo Jo uns antreibt und wir wieder abschwitzen. Leckeres Futter aus einem Food Truck und ein Bier runden den Abend ab, bevor wir unser Zelt unter den Sternen am Yakima River aufschlagen. Am nächsten Tag tun wir etwas sehr amerikanisches. Wir pusten uns jeder einen großen Schwimmring auf, binden sie zusammen. In der Mitte eine Kühlbox voll mit Bier 🍻 und Snacks. Und ab geht’s auf den Fluss. 3 Stunden lassen wir uns treiben, schnacken, trinken, haben eine tolle Zeit. Nach einem kleinen Mittagsschläfchen fahren wir zurück in die Stadt und tanzen uns bei der Jazznacht die Füße wund. Großartig!
Zurück in Seattle lösen wir unseren Gutschein für eine Spinning Stunde ein. Gut durchgeschwitzt und doch nicht vom Fleck gekommen! Die Nacht verbringen wir unter freiem Himmel bei Claren auf der Terrasse.
Der neue Yoga laden neben dem Spinning Schuppen bietet diese Woche kostenlose Klassen an….na Bingo! Das auch noch mitgemacht und dann holen wir Anne und Thomas vom Flughafen.
Wir schauen uns Seattle an, essen Fish’n’chips, trinken Café im 40sten Stock, schlendern und nehmen die Fähre für einen entspannten Abendausklang. Wir können sogar mit dem Bus hin und zurück fahren….gefällt mir.
Nächster Stop Flughafen, unser Auto hat keine Kopfstützen. Na gar kein Problem, ran an den Schalter und als ich zurück komme haben wir ein Upgrade und 50$ zurückbekommen. Läuft! 😄
Weiter nach Portland, wo es ungewöhnlich warm ist, dafür das Eis aber bei Salt&Straw fast noch besser schmeckt. Abendessen gibt es in einer alten Kirche mit gutem Bier und leckeren Pommes. Die Leihräder von Nike leisten wieder gute Dienste und eine klasse Stadtführung bringt uns die Stadt näher. Hier ist es wirklich schön.
Die nächsten zwei Tage verbringen wir an der Küste von Oregon. Wow 😳.
Leider zeihen die Rauchschwaden der Waldbrände von BC hier runter, so ist es diesig und man kann die Vulkane nicht sehen, aber die Landschaft ist dennoch herausragend schön.


17.7.-28.7. Oregon

what a fantastic place on earth! WOW!

Ja, es gibt ein Leben nach dem SaveHeaven von Kurt! 😄
Und es funktioniert. Wir fahren Richtung Küste, finden einen Campingplatz in den Bergen und spannen zunächst die Hängematten auf und Franzi genießt ihren Napsack. Abends wandern wir auf den Sattle Mountain und sind begeistert von der Vegetation, den Ausblicken, den Felsformationen, den Lichtspielen und den Wolken auf dem Gipfel.
Am nächsten Tag werden wir von Regen geweckt. Oh, völlig neues Erlebnis.😂 doch damit sieht die Küste fast noch toller aus. Endlose Strände, Felsen in der Brandung und dahinter erstrecken sich die Hügelketten. Fantastisch. Dazu noch einen leckeren Café und dann finden wir uns mit offener Kofferraumklappe am Meer beim Mittagsschlaf wieder. Das Leben genießen!
Weiter geht’s zur Käsefabrik, wo es leckeren Käse, aber auch geiles Eis von Tillamook gibt. Da es Ferienzeit ist, finden wir uns unverhofft auf einem Campingplatz, der direkt an Dünen grenzt wieder und wo sich die ATV Szene versammelt. Dort brettern sie mit jedem fahrbaren Untersatz durch den Sand, verrückt.
Der nächste Morgen ist durchwachsen und so richtig wissen wir nicht wohin. Also weiter ins Landesinnere, in die Hauptstadt Salem. Hier gibt’s endlich mal wieder eine gute Touristeninformation, aber nur einen Campingplatz direkt am Highway, wo eher die verrückten Typen schlafen. Naja es sind alle nett und abends finden wir uns auf einer Art Bier Rummel wieder. Es gibt 60 Biersorten, cider und dazu Musik und Rummel.
Mit Farmersmarket (kettlecorn!) , einem Stadtrundgang und einer erstaunlich großen Kunstaustellung im Park verbringen wir den Tag. Kurze Planänderung und weiter gen Osten.
In Bend finden wir spontan einen Coachsurfer, wo wir in der Einfahrt in unserem Auto schlafen können. Super geil und entspannt. Die Stadt fetzt, es gibt 15+ Brauereien, viele kulturelle Angebote und eine Umgebung die alles an Sport zulässt. Großartig. Somit sind wir 3 Tage da, gehen SUPen, Biertrinken, schlendern, Café trinken und genießen sowohl Sonnenauf-, als auch -Untergang auf einem Hügel über der Stadt. Einfach toll und mit unserer neu entdeckten Mittagsschlafoption ist das aufstehen kein Problem. 😄
Wir stellen einmal mehr fest wie unglaublich außergewöhnliche unsere Reise ist und wie sehr wir es genießen immer neue Orte zu entdecken. Auch sind wir so zusammengewachsen, das wir in jeder Situation gut eine Lösung finden und uns jeden Morgen freuen den anderen neben sich zu haben.
Dazu kommt das wir immer tolle Menschen treffen und wir mittlerweile so gut darin sind die tollen Dinge und Angebote zu finden, das wir jeden Tag für besonders halten.

9.7.-17.7. USA, Washington und Oregon

Wir ließen den Olympic hinter uns und schliefen eine Nacht bei Rick und seinem neuen 40fuß langem Spielzeug ( ein Wohnmobil Anhänger mit Feuerstelle, Coach, Esszimmer und Schlafzimmer). Dagegen war unser Camper eine Nussschale. Weiter gen Süden erwartete uns Mount Saint Helens, ein Vulkan, der 1980 das letzte mal ausgebrochen ist. Ein schöner Campingplatz am See mit Badestelle erfreute die Generationen.
Die herabfließende Lava hinterließ einige verrückte Features. So schnallten wir die Kopflampen an und marschierten über Stock und Stein für ~3km durch einen unterirdischen Lavatunnel. Stockduster und absolut erstaunlich in diesem erkalteten Lavafluss zu laufen. 🌋🔦
Mt. Rainier ist der große Bruder von St. Helens und ragt beachtlich aus der Ebene mit seinem schneebedeckten Gipfel. Dort trafen wir einen Bären, schlürften Kakao am Feuer des ältesten Hotels in einem Nationalpark, sahen Marmots posieren und genossen die wunderschönen Wildblumen.
Zurück in die Zivilisation hieß es danach und wir konnten uns bei Claren wieder einfinden ( wifi und Wäsche inclusive). Als Highlight kam sogar noch Ben vorbei und wir verabredeten gleich einen Campingausflug.
Am letzten gemeinsamen Tag freuten wir uns über Kettle Corn auf dem Farmersmarket, schlenderten in Kirkland über das Weinfest, gönnten uns leckeres Mittag aus Foodtrucks und holten uns eine ordentliche Portion Sonne ab.
Nachfolgend ging es zu unserem neue Auto, ( privat gemietet über Turo) was erstmal einer Grundreinigung unterzogen wurde und dann hieß es die Sachen nach 3 Wochen wieder auseinander zu fummeln.

15.7., 6:00 Uhr , Walmart Parkplatz. Nun müssen wir uns wieder trennen. Schöne Tage liegen hinter uns. Ein paar Tränen kullern und dann geht’s für MaPa nach Vancouver Island und für uns gen Süden. Vielen Dank.

Wir verbringen den Tag in West Seattle mit planen und Zimtschnecken, bevor wir nach Portland fahren. Oregon holt seine Besucher wesentlich besser mit Infomaterial ab als Washington, schonmal sympathisch.😄
Wir kommen bei Kurt unter! Wow. 🤗 Ein Freund von Tim und Luisa. Er nimmt uns voller Gastfreundschaft auf, alles ist für uns offen und zugänglich und wie lange wir bleiben spielt keine Rolle. Super gut!
Also ab Portland erkunden!


24.6.-9.7. Canada, BC; USA, Washington

Nachdem wir in Vancouver die Feierlichkeiten zum 150sten Geburtstag – Feuerwerk und Parade- miterlebt hatten, ging es in die USA. An der Grenze dauerte es eine ganze Weile und wir durften einige unserer Früchte und Gemüsevorräte nicht einführen. Als Dank gabs noch ein kaputtes Glas, aber das hat eher zur Belustigung der Gruppe beigetragen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, oder nach meiner Beobachtung, das Land mit dem meisten privat Grundstücken, fuhren wir nach Seattle. Bei Claren, einer Freundin aus Lodi, konnten wir entspannt parken und von dort die Stadt erkunden. Morgens mit einem Uber los zum Pikes Place, einem großen Markt. Bei einer free walking Tour haben wir noch einiges über die Stadtgeschichte erfahren und ließen uns dann Fish and Chips schmecken. Kurzer Besuch an der Space Needle bevor wir uns für das Feuerwerk am 4th of july postierten. 25min. Und eine herrliche Show am Himmel. Fantastisch, soviel Feuerwerk in so kurzer Zeit hat man selten. Kleiner Schock bei der Suche nach einer Rückfahrt, da sich der Preis mal schnell verhundertfacht, ja tatsächlich x100, hatte. Mit etwas Zeit und einer Busfahrt lief dennoch alles prima.
Die nächsten Tage verbrachten wir im Olympic National Park, der von knapp 3000 m hohen Bergen bis zu einem Küstenstreifen viel zu bieten hat. Dazu kommt ein Regenwald, wo die Bäume unendlich groß werden. 🌳🌲😯
Nach langer Fahrt gab es zur Feier des Tages noch kostenfreies Abendessen auf einem unserer verrückten Campingplätze. Dafür war die Batterie vom Camper am nächsten Morgen leer, aber da wurde flott Abhilfe geschaffen. Neben wandern und Natur gabs auch kleine Shoppingtouren und entspannte Nachmittage im Campingstuhl. Weltreise nimmt etwas Urlaubscharacter an.


6.6.-24.6. Canada, BC und Alberta

Canada, das Reisen hier ist so ganz anders als in Asien. Die Zeit, die wir dort im Bus verbrachten, sitzen wie hier selbstfahrend im Auto, dazu kommt einkaufen, kochen, spülen,….irgendwie hat man weniger vom Tag, da die Grundversorgung nicht so einfach sicher gestellt wird wie in Asien. Sieht man ja auch an der Anzahl unserer Blog Einträge. 😄
Nach Nielsen ging es mit der längsten, kostenfreien Fähre nach Kimberley, wo wir schön wandern waren und am nächsten Tag in einem heftigen Gewitter nach Banff fuhren. Welch Freude, als der Himmel noch aufzog und wir in der Abendsonne all die tollen Berge vor uns sahen. Fantastisch. Die nächsten Tage staunten wir über die natürliche Schönheit in Alberta. Am Schneetag, ja tatsächlich es hat bei einem grad geschneit und wir mussten in unserem „Eddy“, so hieß unser Auto, den Gaskocher anwerfen für die morgendlichen Eier, saßen wir in der Touristeninformation und danach in heißen Quellen. Top. Um noch etwas Adrenalin zu sammeln, sprangen wir in einen Fluss zum rafften. Auf dem Rückweg nach Vancouver hielten wir in Revelstoke, wo ich nach Ewigkeiten mal wieder auf einem Rad saß. Es lief sehr gut, nur meine Kondition ist mäßig. Großer Spaß und tolle Trails. In Kelwona pflückten wir Erdbeeren vom Feld, was das erste mal seit sicherlich 20 Jahren war. Im strömenden Regen machten wir dann eine herrlich lustige Bekanntschaft mit einem Pärchen. Sie sah mit 44 noch aus wie 20 und er begeisterte mit seiner ehrlichen Art und seiner Geschichte übers Vater sein: es ist fantastisch, aber manchmal muss man auch die Scheißaufgaben übernehmen. Wenn zum Beispiel der Hamster ne Herzattacke hat und du verzweifelt nah nem Kissen suchst. 😂
Leider mussten wir uns dann von Eddy trennen und uns auf unseren Wildnisausflug vorbereiten. Wie viel Dinge man in kurzer Zeit wieder ansammelt. Inzwischen haben wir fast zwei Rucksäcke und ne Kühltruhe. Camping ist eine Materialschlacht. Das untergebracht und nur mit dem wichtigsten auf dem Rücken verbrachten wir noch einen tollen Tag mit Janine und Tom und nutzten ihre Küche für unsere trekkingverpflegungszubereitung. (ich wäre King bei jedem Hangmanspiel 😄) Um zum Anfang des Weges zu kommen nutzten wir den Bus, die Fähre und dann brauchten wir noch jemanden der uns mitnimmt. Bei uns läufts, denn als wir auf die Fähre gehen spricht uns Dale an, ein 30 jährige Elektriker, der noch etwas hangover war, aber uns die 60km zum Anfang bringt. Super geil. Dann schultern wir die schweren Rucksäcke, lassen den Regen hinter uns und gehen los. Die nächsten 5 Tage sind wir mitten in der Wildnis. Entweder du hast es mit oder du brauchst es nicht. Der Juan de Fuca Trail ist in verschiedene Etappen eingeteilt und die most difficult section ist dementsprechend hart. Wer auf Schlamm steht ist hier definitiv richtig. Die Schlummerscholle mausert sich zum Trekking Tiger und neben einigen netten Bekanntschaften sind wir begeistert von der Natur. Unendlich hohe Bäume, wunderschöne Strände, bestes Wetter und zur Krönung gibt’s kurz vor dem Ende noch aus sicherer Entfernung einen Bären am Strand. Nach 49km beenden wir unseren Trek indem wir auf einem Pickup hinten mitgenommen werden und in der Sonne die Aussicht genießen.
Zwei Tage in Victoria um zu duschen, waschen, schruppen und wieder die Vorzüge der Zivilisation zu erfahren. Auf Grund des 150jährigen Kanadischen Geburtstags gibt es Livemusik und wir gönnen uns fleißig: Chips, Bier, Eis mit dickem Schokoüberzug und was uns sonst so vor die Schnäbel läuft. Ich bin stolz auf meine Gurke, dass sie aus ihrer Comfortzone ausbricht und mit mir in die Walachei fährt.
Bei strahlendem Sonnenschein setzten wir wieder aufs Festland über und machen es eggertstyle, wir kommen die Rolltreppe runter und Mama und Papa aus der Ankunftshalle. Bingo. Viel zu erzählen gibt es. Wir beziehen unseren Camper, schlafen und dann geht’s los. Zu viert durch Canada und dann in die USA. Schön, das sie da sind!


Kanada, Nelson, 31.5.-6.6.

Unsere Protzkarre fährt uns fleißig and der Grenze zu den USA entlang. In Penticton gab es Wein, regen, ein Klettergebiet und viele Obstplantagen. Auf dem Farmersmarket trafen wir eine Berlinerin die leckeres Brot verkaufte und es gab Café in Tassen, die am anderen Ende des Marketes wieder eingesammelt wurden. Ein paar neue Tights und etwas locales Futter waren unsere Ausbeute. Danach staunten wir über die endlose Anzahl an aufpolierten Oldtimern in Osooyoos, bevor wir weiter gen Osten fuhren und uns dann in Nelson nieder ließen. Eine süße Hippystadt mit viel Leben. Dort schwitzten wir wie Wasserfälle beim Hotyoga und gingen mal wieder auf ein paar SUPs. Zwei nette Schotten rundeten unseren Besuch ab.


Kanada, Vancouver Island 2, -27.5. & Vancouver 27-31.5

Vor 5 Minuten hat uns noch die Glut unseres Lagerfeuers gewärmt und nun liegen wir eingemummelt in zwei Schlafsäcke in unserem Zelt. Nun ist es also soweit, Campingzeit! Doch erst nochmal zurück….
Vancouver Island war fantastisch und „Günther“, unser Camper, ein tolles zu Hause. Es gab selbstgebackene Cookies, Lasagne, Pancakes und weitere Leckereien und nebenbei eine Dusche und ne Heizung. Luxus! Nach Port Alberni entschieden wir uns gegen Tofino, da es aufgrund eines langen Wochenendes keine Campingplätze mehr gab. Somit fuhren wir in den Norden, was wunderschön war, denn dort schauen die Bergketten mit schneeweißen Gipfeln vom Festland herüber. Dazu hatten wir die ganze Zeit dauerhaft Sonne und mehr als 20 Grad. Qualikum Beach und die riesen Bäume in Cathedral Groove, waren neben den Elk Falls, am schönsten. An den Falls hatten wir Glück, denn dort gab es nach einer Nacht auf dem Walmart Parkplatz (eigentlich hat jeder Kanadier einen Camper und da dass das erste warme Wochenende nach einem wirklich harten Winter war und dazu noch durch einen Feiertag, Queen Victoria Day, verlängert wurde, waren die Plätze gut voll) einen freien Spot.
Yoga und wandern waren die Highlights. Wieder gen Süden schliefen wir bei Kitty Colman, einem Provincial Park, direkt am Meer mit Blick auf die Bergketten. Wow! Absolut fantastisch. Dazu kamen noch Robben und Bold Eagles, also Weiskopf Adler 🦅. Ein Pärchen mit seinen fünf Jungen, die dicht über unsere Köpfe flogen und Fisch schnabulierten. Wow 2!
Am Lake Cowichan gabs ein lokales Baseballspiel und eine tolle Wanderung bevor wir uns wieder bei Donna und Luciano einnisteten. Wir wurden erneut herzlich aufgenommen! Nicht nur das wir durch diese Möglichkeit bei privat Personen zu stehen, einiges an Geld gespart haben, so sind wir doch wieder an Ecken gekommen, die man wohl sonst auslässt, haben lustige Geschichten gehört und erlebt und nette Bekanntschaften geschlossen.

Den Abschluss bildete Victoria, ein super nettes Städtchen , wo wir mit etwas Glück und Timing einen Platz auf dem öffentlichen Parkplatz direkt am Hafen bekommen haben auf dem man sogar übernachten konnte. Das ganze für gut 40$ weniger als die anderen Optionen und dazu noch mitten im Zentrum.
Am letzten Tag fuhren wir für eine dreistündigen Bootsfahrt raus um Wale zu sehen. Zwar hatten wir kein Glück mit Orcas aber Minke-Wale gabs dafür. Wow 3!
Die Kulisse dazu, mit dem Meer und den Bergen vom Olympic National Park in Washington State, war atemberaubend!
Günther wurde mit etwas Aufwand wieder entrümpelt – wo genau hab ich all die Socken hingestopft? – und mit schwerem Herzen abgegeben. Er hat uns 1012 km gefahren, durchschnittlich 19l/100km verbraucht und uns auf der Fähre je 90$ gekostet. Zusammenfassung: El Fantastico!🚍
Um uns etwas Zeit für Planung und Erholung zu gönnen, schliefen wir vier Nächte bei Robert, einem schwulen, partyfreudigen, sympathischen 60 Jährigen 🤠. Die Tage vergingen wie im Flug, dafür gibt’s nun Pläne bis fast Mitte August!
Am Tag als ich unseren neuen Mietwagen hole, regnet es und ist kalt. Zum Glück passiert ja eh nichts heute. Nach knapp 1,5 Stunden auf den Shuttle warten im kalten, gabs endlich das Auto. Als Entschädigung gabs 30$ Rabatt und ein Upgrade. Nun fahren wir mit einem Chrysler 300 c zum Camping! Das ist vergleichsweise eine S-Klasse oder ein A6. Nagut, standesgemäß wa! 😜
Zum Glück passt alles rein und nun wollen wir die nächsten Tage in Richtung Rocky Mountains und Alberta. 🐻

Vor 5 Minuten hat uns noch die Glut unseres Lagerfeuers gewärmt und nun liegen wir eingemummelt in zwei Schlafsäcke in unserem Zelt. Nun ist es also soweit, Campingzeit! Doch erst nochmal zurück….
Vancouver Island war fantastisch und „Günther“, unser Camper, ein tolles zu Hause. Es gab selbstgebackene Cookies, Lasagne, Pancakes und weitere Leckereien und nebenbei eine Dusche und ne Heizung. Luxus! Nach Port Alberni entschieden wir uns gegen Tofino, da es aufgrund eines langen Wochenendes keine Campingplätze mehr gab. Somit fuhren wir in den Norden, was wunderschön war, denn dort schauen die Bergketten mit schneeweißen Gipfeln vom Festland herüber. Dazu hatten wir die ganze Zeit dauerhaft Sonne und mehr als 20 Grad. Qualikum Beach und die riesen Bäume in Cathedral Groove, waren neben den Elk Falls, am schönsten. An den Falls hatten wir Glück, denn dort gab es nach einer Nacht auf dem Walmart Parkplatz (eigentlich hat jeder Kanadier einen Camper und da dass das erste warme Wochenende nach einem wirklich harten Winter war und dazu noch durch einen Feiertag, Queen Victoria Day, verlängert wurde, waren die Plätze gut voll) einen freien Spot.
Yoga und wandern waren die Highlights. Wieder gen Süden schliefen wir bei Kitty Colman, einem Provincial Park, direkt am Meer mit Blick auf die Bergketten. Wow! Absolut fantastisch. Dazu kamen noch Robben und Bold Eagles, also Weiskopf Adler 🦅. Ein Pärchen mit seinen fünf Jungen, die dicht über unsere Köpfe flogen und Fisch schnabulierten. Wow 2!
Am Lake Cowichan gabs ein lokales Baseballspiel und eine tolle Wanderung bevor wir uns wieder bei Donna und Luciano einnisteten. Wir wurden erneut herzlich aufgenommen! Nicht nur das wir durch diese Möglichkeit bei privat Personen zu stehen, einiges an Geld gespart haben, so sind wir doch wieder an Ecken gekommen, die man wohl sonst auslässt, haben lustige Geschichten gehört und erlebt und nette Bekanntschaften geschlossen.

Den Abschluss bildete Victoria, ein super nettes Städtchen , wo wir mit etwas Glück und Timing einen Platz auf dem öffentlichen Parkplatz direkt am Hafen bekommen haben auf dem man sogar übernachten konnte. Das ganze für gut 40$ weniger als die anderen Optionen und dazu noch mitten im Zentrum.
Am letzten Tag fuhren wir für eine dreistündigen Bootsfahrt raus um Wale zu sehen. Zwar hatten wir kein Glück mit Orcas aber Minke-Wale gabs dafür. Wow 3!
Die Kulisse dazu, mit dem Meer und den Bergen vom Olympic National Park in Washington State, war atemberaubend!
Günther wurde mit etwas Aufwand wieder entrümpelt – wo genau hab ich all die Socken hingestopft? – und mit schwerem Herzen abgegeben. Er hat uns 1012 km gefahren, durchschnittlich 19l/100km verbraucht und uns auf der Fähre je 90$ gekostet. Zusammenfassung: El Fantastico!🚍
Um uns etwas Zeit für Planung und Erholung zu gönnen, schliefen wir vier Nächte bei Robert, einem schwulen, partyfreudigen, sympathischen 60 Jährigen 🤠. Die Tage vergingen wie im Flug, dafür gibt’s nun Pläne bis fast Mitte August!
Am Tag als ich unseren neuen Mietwagen hole, regnet es und ist kalt. Zum Glück passiert ja eh nichts heute. Nach knapp 1,5 Stunden auf den Shuttle warten im kalten, gabs endlich das Auto. Als Entschädigung gabs 30$ Rabatt und ein Upgrade. Nun fahren wir mit einem Chrysler 300 c zum Camping! Das ist vergleichsweise eine S-Klasse oder ein A6. Nagut, standesgemäß wa! 😜
Zum Glück passt alles rein und nun wollen wir die nächsten Tage in Richtung Rocky Mountains und Alberta. 🐻


Kanada; Whistler, Vancouver and the Island 9-27.5.

Canada! Wow, da sind wir nun. Wir können uns wieder mit jedem verständigen, können erklären was wir mögen und was nicht und ohne Hände und Füße nach dem Weg fragen. Die Einreise klappt problemlos. Aber am Flughafen werden wir gleich daran erinnert wieder im Kapitalismus zu sein, die Fahrkarte mit der Metro ist 5 Dollar teurer als würden wir sie i in der Stadt kaufen. Wir werden freudig von Janine und Tom aufgenommen und brauchen einige Tage um unseren Jetleg los zu werden. Es ist schon komisch zwischen 3 und 5 wach zu sein, da das unsere normale Zeit ist. Vancouver verschreckt uns zunächst ein wenig, da wir gleich in die Problembezirke kommen, aber kehrt dann doch seine hübschen Seiten hervor. Da die Skisaison demnächst zu Ende ist entscheiden wir nach Whistler zu fahren. Der Greyhound bringt uns zuverlässig hin und zurück. Whistler ist eine interessante kleine Stadt, in der es eigentlich nur junge Leite gibt, wobei 90% Hippster sind. Was ist hier los? Ich denk mit meinem Haarschnitt bin ich grad noch akzeptiert. Schlafen in einem Hostel, welches ursprünglich für die Olympischen Spiele gebaut wurde, bereiten uns auf unser Skiabenteuer vor. Am nächsten Tag machen wir uns etwas Sorgen um unsere Klamotten-Ausstattung, aber im Endeffekt ist Franzis Müllbeutelrock das I Tüpfelchen, nicht nur in Funktionalität, sondern auch in Hübschigkeit!
Wir haben einen tollen Tag auf der Piste, wobei wir von Sonne bis 5m Sicht alles dabei haben. Die Gurke zeigt ihr Skills und ich hoppel mehr oder weniger famos hinterher. 😄
Zurück in Vancouver kommen wir dem Camper immer näher. Raffen unsere Rucksäcke zusammen und freuen uns auf unser bewegliches Zuhause. Nach einem Einkaufsmarathon geht es mit der Fähre nach Vancouver Island. Da wir mit Landvergnügen so gute Erfahrungen gemacht hatten, versuchen wir uns mit Boondocking. Im Endeffekt kann man damit bei privaten Personen mit seinem Camper stehen. Der erste Stopp ist bei Donna und Luciano. Sie malt tolle Tierbilder und er kümmert sich um den allesbeinhaltenden Garten – Super lieb und freudig am Weinausschenken. Guter Start.
Nachdem wir die Toilette in einen Springbrunnen verwandelt und die ersten Cookies gebacken hatten, sind wir mit “ Günther“ per du und bereit für die nächsten Tage. 😂
Nachdem wir uns eine riesige hölzern Eisenbahnbrücke angeschaut und dort durch den Regenwald gelaufen sind, geht es in die Kayaks und zu einem Robbenfelsen. Somit sahen wir schon Otter, Rehe, Eichhörnchen, Robben und ach ja, den Bären am ersten Tag in Whistler, der gleich an der Bushaltestelle stand, den hab ich fast vergessen!
Es geht weiter gen Norden und nachdem Jim und Karen (Karen zu uns nachdem wir beim kochen sind: „Ach, noch kurz, nicht an die Pflanzen strullern. Wenn ihr müsst, strullert in die Einfahrt!“ 😂😜) uns beherbergt haben, ging es nach Fort Alberny zu Bob und Brenda auf ein riesiges, naturbelassenes Grundstück.


Westküste Taiwan, Tainan, Puli, Taichung und Taipei 1-9.5.

Per Anhalter durch die Galaxie- das können wir auch. Für mich das erste mal und es funktioniert wir am Schnürchen. Nach einer Minute hält ein netter Typ, der uns zum Bahnhof bringt. Dort steigen wir in einen Zug nach Tainan. Dank einer erneuten exzellenten Aufbereitung von Karten für Touristen geht es zu verschiedenen Walks durch die Stadt. Unsere neue Yoga Leidenschaft bringt uns außerdem zu einem Decathlon, in dem wir eine yoga matte für uns beide erstehen. Schnapper des Tages!!! Danach die obligatorischen Nudeln und ab ins Bett. Etwas außerhalb gelegen finden wir Anping, eine Siedlung , aus der Tainan entstanden ist. Wir lernen etwas über die Geschichte Taiwans und die Besiedlung. Außerdem füttern wir uns durch das gesamte vegetarische Angebot auf sämtlichen Märkten und Ständen. Die Leute sind große Fleisch-Lover, aber mit ein bisschen Hilfe bekommen wir immer etwas leckeres. Besonders die Frühstücksläden sind toll und werden von uns hoch frequentiert.
Nach zwei Tagen Tainan geht die Reise weiter und wir sitzen wieder im Zug nach Taichung. Von dort aus geht es nach Puli. Diese Stadt liegt in den Bergen und ganz nah am Sonne Mond See, der uns interessiert. Das erste mal Couchsurfing steht an. Unser Host ist eine 26jährige Studentin, die uns herzlich begrüßt. Den kommenden Tag verbringen wir mit unserem gemieteten Roller am See. Julius ist mal wieder in seinem Element. Wind in unserem Haaren. Der See ist extrem blau und umgeben von Bergen, kleinen Dörfern und Tempeln. Mit einer leckeren Steinofenpizza im Bauch geht es zurück in die Stadt. Dort verabreden wir uns zum Yoga, das wir am nächsten morgen um 7:30 Uhr auch knallhart durchziehen. Und der Schweiß läuft…
Danach geht es zurück nach Taichung. Hier steht alles im Zeichen der Kultur. Wir gehen ins Art und Science Museum, machen einen free Walk mit einer bezaubernden Taiwanerin und futtern Eis. Ist ja auch eine Form von Esskultur und bei 50 Sorten, wovon 18 Schokoladenvariationen sind, kann man ja nicht nein sagen. In dem Laden gibt es auch einen Tee, der das chinesische Zeichen für „Double happiness“ besitzt. Süß. Der Nachtmarkt ist ebenfalls ein echter Hingucker mit Essen und Klamotten, soweit das Auge reicht. Am letzten Abend schaffen wir es auch endlich vegetarische Dumpings zu finden- die wollte ich schon für eine Ewigkeit essen. Check!
Das letzte mal Zug fahren …das macht besonders Julius traurig. Es geht zurück nach Taipei. Dies wird unsere letzte Station in Taiwan sein. 4 Monate Asien haben wir erlebt. Das macht uns beide sehr nostalgisch. Aber gut- Auf zu neuen Ufern.


Taroko Schlucht und Ostküste 26.4-1.5

Unsere ersten Ziele führen uns mal wieder raus aus der Stadt, ab ins Grüne. Wir besuchen eine alte Goldgräberstadt, kommen allerdings ohne Gold zurück! Außerdem fahren wir mit dem Rad in die Taroko Schlucht und sind von Klippen, Schluchten und Flüsse beeindruckt. Das Radeln bringt nebenbei auch mal die Kondition in Schwung. Preis ist ein fetter Sonnenbrand und heftige Schwitzerei, denn entgegen aller Berichte erwischen wir einen sonnigen Tag in Taiwans Nr. 1 Touristenhighlight. Moral: Wer fit sein will, muss was machen. Auf einer 3 tägigen Tour an der Ostküste von Hualien nach Taidong geht’s auf und ab, immer zwischen Küste und Bergkämmen entlang. Die Kulisse könnte kaum schöner sein. Den ersten Tag haben wir das Glück eher weniger auf unserer Seite: Der Regen strömt aus Gießkannen auf uns herab. Tag 2 verspricht da gutes Radler-Wetter. Wir treffen Gleichgesinnte auf dem Weg und halten bei jeder interessanten Sehenswürdigkeit, wie beispielsweise dem Wendekreis des Krebses oder einer 8-bögigen Brücke auf eine Kleine Insel. Der letzte Tag macht uns zu einem Teil eines Triathlons, der auf unserer Strecke stattfindet. Triathleten feuern uns an und wir applaudieren zurück. Das hebt noch einmal die Stimmung, den der Körper hat bereits 262 km hinter sich gebracht. Mit einer Pause nach der Radlerei in einem netten Hostel füllen wir die Akkus wieder, und beschäftigen uns mit Essen und Schlafen. Muss ja auch mal sein.
In der Zwischenzeit haben wir Zwei Großereignisse begangen, zumindest für uns. Zum einen haben wir die ersten 100 Tage unserer Reise hinter uns – fast zeitgleich zu The Donald, allerdings halte ich mich bei meiner Rede etwas zurück, muss aber ebenfalls gestehen, dass es anstrengender ist als gedacht ( Quelle: Reuters) 😄
Zum anderen sind wir nun schon wieder zwei Jahre OpenWaterDivingBuddies, TravelBuddies, IchKümmerMichUmHotelsUndDuUmTransportBuddies, StandUpPaddleBuddies, und noch so einige weitere -Buddies!


Taiwan, Taipei und Jiufen 22-25.4

Jetzt haben wir so lange Zeit in Südostasien verbracht, da fällt es nicht schwer die Location zu wechseln. Es treibt uns nach Taiwan, eine kleine Insel vor China. Ob sie so klein ist, werden wir in knapp 3 Wochen herausfinden.

Nach einem verschobenen Flug starten wir ausgeschlafen in Bangkok und betreten 4 Stunden später das erste Mal taiwanischen Boden. Es regnet. Das sind wir nun wirklich nicht mehr gewohnt, doch trüben kann es die Stimmung nicht.

Taipei ist der erster Anlaufpunkt. Diese Stadt pulsiert, ohne so überfüllt zu sein, wie viele Großstädte, die wir besucht haben. Nach einer langen Zeit fahren wir mal wieder Metro und bestaunen moderne Gebäude, wie das Taipei 101. Alles scheint modern und vor allem super sauber zu sein. Das gefällt uns. Einige Sachen ändern sich jedoch nicht. Essen gibt es noch immer an jeder Ecke. Besonders Bäcker sind hier aktiv und so gibt es gutes Brot und verschiedene andere Leckereien. Das gefällt uns auch. Besonders berühmt ist Taiwan für seine Elektronik, also schauen wir in einem Kaufhaus nur für Elektronik vorbei. Ja so was gibt es hier. 5 Etagen Laptops und Kopfhörer.

Die Leute sind extrem nett. Wir werden ständig gegrüßt und angesprochen. Das ist besonders nach Vietnam eine willkommene Begrüßung.


Kampot und Bangkok 15-21.4

BKK scheint nicht mehr so riesig und bevölkert nach den ganzen Vergleichsmöglichkeiten. Aber es ist schon gut, wenn man sich auskennt. Wir gönnen uns ein tolles Hotel zu unseren 100 Tagen und 2 Jahren Beziehung. Ich liebe Riesen Betten und einen Pool auf dem Dach! Ein Zahnreinigung und endlich ein neues Armband für die kaputte Uhr runden den Tag erfolgreich ab. Nun noch flott zur Post, die Rucksäcke erleichtern und den Tag verbringen bevor der Nachtflug abhebt. Tschüß Südostasien, es war fantastisch!

Über Phnom Penh, was noch mehr wie eine Geisterstadt wirkt über Neujahr als schon beim ersten Besuch, fahren wir den ganzen Tag nach Kampot im Süden. Hier geht zum Glück mehr Wind und Franzi hat es herrlich getroffen : Bambushütten direkt am Fluss. Es ist super schön und so entscheiden wir die restlichen Tage hier zu bleiben. Gute Sache! Wir kurieren uns aus – was ein tolles Gefühl, wieder fit und fähig zu sein- gehen auf eine Pfefferplantage, treffen zwei nette Freiburger, gehen über den Krabbenmarkt und kämpfen uns am einzigen Sandstrand der Umgebung durch die hunderten, kambodschanischen Familien. Baden im Fluss, Moped fahren, super lecker essen, Yoga machen, ausschlafen, super geil!
Im nahe gelegenen Nationalpark geht es bis auf 1000 hm. Wir haben ein perfektes timing. Entgehen dem Regen in einem Tempel. Das Gewitter bringt Martyna, unsere polnische Yogalehrerin mit und so wirds nicht langweilig. Die Wolken hängen so tief, das wir uns bei den kalten Temperatur fast wie in Schottland fühlen 😄

Die Busfahrt nach Bangkok ist lang. 3 x wechseln wir den Bus. Zeitweise sind wir zu 20 in einem Kleinbus. Aber nette Mitreisende verkürzen die Zeit. Die Grenzüberschreitung ist problemlos und plötzlich sind wir wieder dort, wo wir begonnen haben. Es gibt keine Kühe mehr auf den Straßen, man fährt mehr als 60, es gibt Supermärkte und es ist fast westlich. Grenzen, was für eine verrückte Erfindung!

Die letzten 14 Wochen waren so vielfältig. In den ersten Wochen waren wir noch im Urlaubsmodus, hier und dort hin, welches Highlight als nächstes? Alles war so anderes. Nun sind wir im Reisemodus. Entspannt, auch mal ein Tag rumlungern, die Toilette als sauber betrachten, wenn ersichtlich wird, dass da vor 2 Wochen mal ein Lappen gelegen hat.

Thailand: traumhafte Strände, grüner Norden, Straßenessen ohne Durchfall, entspanntes Reisen, bestes Essen 🥘

Myanmar: sähe heute der Ostblock so aus?, goldene Dörflichkeit, unzählbare Pagoden, ehrliches Lächeln, Betelnüsse

Vietnam: wo komm die ganzen Touristen her?, wem darf ich mein Geld zu werfen?, Café – an jeder Ecke….und auch dahinter, Essensvariationen abhängig vom Breitengrad

Kambodscha: entspannte Nettigkeit, Angkor und Khmer Neujahr Wahnsinn, Yoga und überdenken der Situation

Ich denke wir sind reif für die Insel. Taiwan, wir wollen nur kleine Erdbeben und keine Taifune! 😂


Battambang und Angkor wat 11-15.4

Die Apothekerin hat ein guten Job gemacht und so geht’s zurück nach Siem Reap. Auf dem Weg fahren wir in ein Gewitter und auch der Rest des Tages ist verregnet. Völlig verrückt, gestern noch im Schweiß gestanden, heute fast etwas kühl. Unsere Unterkunft wird von einem mürrischen Österreicher mit negativer Lebenseinstellung geführt – Spitzname : Dracu!
Zum Sonnenuntergang fahren wir mit Tiger, unserem TukTukfahrer nach Angkor Wat. Leider fangen Sie recht schnell damit an, die Leute für die Nacht aus dem Komplex zu schicken, dennoch toll. Die Vorbereitungen für das Khmer Neujahr sind in vollem Gange. Heute Nacht um 3:12 ist es soweit. Viele Läden haben zu und die Leute fahren zu ihren Familien. Angeblich soll es super voll werden, aber wenn man in Berlin gewohnt hat, in Ayutthaya auf dem Nachtmarkt und in Saigon mit dem Moped war, ist das eher wie Klein Quenstedt!
Leider gönn ich mir auch noch etwas Magenschmerzen und so schleppen wir uns beide am Neujahrsmorgen durch die atemberaubenden Anlagen um Angkor. Es ist absolut erstaunlich welch eine Größe die Anlage hat. Jeder Tempel ist riesig und wenn man die Fundamente betrachtet oder die Wasserspeicher, dann scheint es ein Mammutprojekt und nah an der Grenze zum Wahnsinn gewesen zu sein. Es sollen im 12 Jh. hier 1 Million Menschen gewohnt haben, wo es in London grad mal 50000 gab. Diese zu ernähren und die Tempel zu errichten, muss eine phänomenale Logistik genutzt haben.
Jeder Tempel hat unendlich viele Gravuren. Am Hauptempel von Angkor Thom sollen es 1,2 km sein. Was geht ab?
Der Abschluss ist der Tempel wo auch Tomb Raider gedreht wurde (
Natürlich sitzen wir abends vor dem Tablet und schauen nach). Grade schön wegen den Bäumen, die die Anlage in Besitz nehmen. Ziemlich durch fahren wir zurück und ruhen uns aus. Natürlich muss man genau hier krank werden!
Abends sind alle Straßen verstopft, jeder hat eine Wasserpistole unterm Arm und vor manchen Geschäften wird gleich mit Töpfen Wasser auf die Vorbeifahrenden verteilt.


Siem reap – Hariharalaya 5.-10.4

Yoga retreat … super toll!

Eine Yoga-Woche soll es also sein. Mit ca 30 anderen werden wir auf Tuktuks geladen und fahren 30 min in das Hinterland von Siem Reap. Dort werden wir herzlich im Hariharalaya begrüßt. An diesem Ort war die Hauptstadt Kambodschas noch bevor Angkor gegründet wurde, daher der Name. Die Anlage ist wunderschön. Viel grün, viele Lebewesen ( gut die aggressiven Ameisen hätten ihr Nachtlager nicht in unserem Bungalow aufschlagen müssen, aber sonst), ein Pool, eine Bibliothek, ein Musikraum und eine Boulderwand. Wir beziehen unseren offenen Palmen-Bungalow und lassen uns ein auf was da kommt.
Das beste, stellen wir fest, ist die Regelmäßigkeit und die Sorglosigkeit. Es gibt leckeres veganes Essen und ein Bett wartet jeden Abend. Dazu wird morgens und abends Yoga praktiziert. Dabei ist es dreigeteielt: zuerst Asanas, dann Atemübungen und am Ende Meditation. Ich werde öfters die Woche überrascht indem ich zuerst skeptisch an manche Situationen heran gehe, aber dann sehr begeistert davon bin.
Wir fühlen uns sehr aufgehoben und zuhause, treffen tolle Menschen und genießen die Auszeit vom Reisen.
Am Ende der Woche fragt man sich wo die Zeit geblieben ist und doch erscheint es länger als sechs Tage. Von mir ist eine Menge Anspannung abgefallen, viele Sorgen sind verschwunden und ich lache wieder aus vollem Herzen. Die kleine Momente machen das Leben reicher und ich hoffe diese Erfahrung noch weit mit mir herumzutragen.
Glücklicherweise sind die Menschen in Kambodscha super nett, endlich wieder viel Lächeln und Freundlichkeit. Siem Reap hat nette Ecken und leckere Restaurants, allerdings scheint die Sonne es übertreiben zu wollen.
Als nächster Stopp gilt Battambang. Die Umgebung ist flach und erinnert an eine Mischung aus Brandenburg und Namibia 😄 wir wagen uns auf die abenteuerliche fahrt mit dem bambootrain, erklimmen eine alte Tempelanlage, was uns den Schweiß 💦 literweise, selbst auf den Schienbeinen austreibt und schauen uns den Sonnenuntergang auf einem Hügel an. Hier gibt es eine Höhle aus der kurz vor sechs Uhr Millionen Fledermäuse herausströmen. Was für ein Schauspiel! Leider quält sich Franzi mit ihrem Bauch, was die rasende Krankenschwester Eggi auf ihrem Roller auf den Plan ruft. Besserung in Sicht?!


Phnom Penh 2.-4.4.
Stilgerecht führen wir mit dem Schnellboot über dem Mekong nach Phnom Penh, was entspannt und einfach war und uns keine Probleme an der Grenze bescherte. Für 35$ darf man sich ein Monat in Kambodscha aufhalten. Pünktlich nach 11 Wochen sind wir also in Land Nr. 4! Die Hauptstadt ist erstaunlich entspannt mit weiten Boulevards, großen Häusern, mehr Autos und insgesamt wenig Menschen. Klar, fast die gesamte Bevölkerung Kambodschas könnte zahlenmäßig in Saigon wohnen, da kann Phnom Penh nicht so groß sein. Es gibt wieder alles vom Straßenstrich zum highest Restaurant und man bezahlt in Dollar. Zwar gibt es auch lokale Währung, aber die wird nur für kleine Beträge genutzt. Unser Hotel liegt neben einem Kloster und Märkte gibt es an jeder Ecke. Doch auch hier ist es ruhig und eigentlich sauber im Vergleich zu bspw. Myanmar. Wir schlendern und freuen uns über die Kinder, die hier teils nackt und fröhlich durch die Gegend springen. Hier wird auf jedenfall mehr gelacht, toll!
Allerdings stellen wir beide fest, das reisen anstrengend ist und wir solangsam mal eine Pause brauchen. Gut das bald unser Yoga Camp beginnt und so sind auch die zwei Tage in Phnom Penh eher ruhig. Als Highlight essen wir noch in totaler Finsternis zu Abend, bei einem blinden Projekt, welches seinen Gäste Köstlichkeiten in der Finsternis anbietet. Ein verrücktes Erlebnis!
Mit einem guten Kleinbus der kambodschanischen Post geht es nachfolgend in 5 h nach siem reap, Yoga chillyvanilly wir KOMMEN!

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Saigon und das Mekong- Delta 28.3-2.4

Saigon ist wie ein Bienennest 🐝! Bei jeder Ampel Schaltung ergießt sich ein schier endloser Strom an mopedfahrern über die Kreuzung. Von unserem ruhigen Zimmer können wir zu Fuß die highlights gut erreichen und verbringen so einen schönen Nachmittag im Kunstmuseum, wobei der Aufenthalt noch durch ein heftiges Gewitter verlängert wurde. Selbst der Strom hatte Angst und blieb für eine Weile aus. Nachdem die Fuß- und Fingernägel einer Pflege unterzogen waren, war die Zeit zu knapp, um per pedes zur Oper zu kommen. Also ab auf ein Motoradtaxi und mit einem „Urvertrauen“ in das Gewusel. Die Brüder wissen wie man fährt!
Pünktlich und entspannt waren wir dann bei der AO Show. Eine artistische Aufführung, die auch im Friedrichstadtpalast gezeigt werden könnte. Wir waren völlig begeistert.
Die nächsten Tage verbrachten wir ziemlich touristisch mit einer Gruppe im Mekong Delta. Am besten waren unsere vietnamesischen Mitreisenden, die bei gefühlten 50 grad komplett im Kapuzenpulli und Gesichtsmaske 😷 durch die Gegend schwebten…Hauptsache nicht braun werden! Durch die Reiskammer Vietnams gibes zur kambodschanischen Grenze. Vorbei an einem schönen Wald im See, schwimmenden Märkten, Lachenden Buddhas und ethnischen Minderheiten. Entspannt ging es über die Grenze.


Mui Ne und Dalat 25.-28.4

Nach dem tollen Tauchgang machen wir uns mit einem vegetarischen Baguette unter dem Arm nach Dalat. Ein Bus fährt uns 5 Stunden in die Berge, vorbei an Feldern und über kurvige Straßen in das verschlafene Örtchen Dalat. Nach einer Kaffeepause in einem süßen Café beziehen wir unser Lager, mal wieder etwas außerhalb des Zentrums. Bei unserer üblichen Ortserkundung schlendern wir vorbei an einem See und einigen Geschäften und Cafés. Kaffee ist hier eine große Sache. Wird ja auch um die Ecke angebaut. Julius bekommt auf dem Weg mal wieder eine Rasur.
Leider wird dieser Nachmittag überschattet von einem Mann der uns aus dem nichts angreift, weshalb wir den restlichen Tag bei der Polizei verbringen. Von diesem Ereignis erholen wir uns auch am nächsten Tag. Die Canyoning Tour müssen wir leider auch absagen aber das holen wir nach.
Wieder geht es los-diesmal nach Mui Ne, zurück an die

Küste. Ein weiterer Ort, der ganz in russischer Hand ist. Und auch diesmal werden wir kurz vor dem Ziel aus dem Bus geschmissen und müssen den restlichen Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Aber das können wir ja mittlerweile im Schlaf. In Mui Ne schauen wir uns die Sanddünen an, erkunden kleine Fischerdörfer mit der Motorrad und düsen durch die Gegend, um uns Kitesurfer und andere Wassersportler anzuschauen. Den Ort muss man nicht unbedingt besuchen, außer man steht auf Wind und Wasser.

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Nha Thrang 22-24.3

Mit einem Nachtbus ging es weiter in den Süden. Obwohl wir lange geschlafen haben, schlaucht solch eine Sardinenbüchse dennoch. Das beste war der Name des Wifi Netzwerkes “ be a Tiger, get a pussy“ – scheint als hätte Donald Trump hier den Systemadministrator gespielt.

Der Ort ist einfach eine Hochburg für Pauschalreisen , besonders beliebt bei Russen. Einen schönen Strand gibt’s und wir konnten endlich mal zusammen tauchen gehen. Super toll! Open water diving buddies!

Als Krönung gingen wir für 2 € p.p. ins Kino zum neuen King Kong Film, der in der Halong Bucht gedreht wurde. Schöne Bilder und etwas verrückt in einem Saal voll mit Vietnamesen zu sitzen, wenn der Ausgang des Filmes der Krieg hier war. Aber alle friedlich, nicht mal mit Popcorn beworfen…😄😄